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Foto: Harald Austenfeld
5. Januar 2026

Behind the Scenes: Video-Dreh für BERUFE.TV im ForLab Bochum

Aufregender Besuch im ForLab Bochum: Ein Kamerateam drehte ein Video über das Studium der Mikrosystemtechnik für die Plattform BERUFE.TV der Bundesagentur für Arbeit. Was im jetzt erschienenen Video in lockeren vier Minuten rübergebracht wird, ist das Ergebnis eines langen, spannenden Drehtages.

Das Film-Team hatte einiges an Equipment dabei. Für den Einsatz im Reinraum musste alles gründlich abgereinigt werden. Foto: Harald Austenfeld

Für das Filmteam der Firma Alter-Cine war dieser Mittwoch im November sicherlich ein ebenso ungewöhnlicher Arbeitstag wie für das Team des ForLab Bochum. Das fing mit dem ersten Punkt auf der Tagesordnung an: dem Anziehen der Reinraum-Kleidung. Im besonderen Outfit ging es quer durch den Reinraum zur Materialschleuse, wo das umfangreiche Film-Equipment darauf wartete, für den Einsatz im Reinraum abgereinigt zu werden. Danach konnten die Aufnahmen endlich starten.

Die Studenten Sarp (links im Bild) und Yavuz (Mitte) zeigten, wie man sich für den Reinraum-Einsatz in Schale schmeißt. Foto: Harald Austenfeld

Die Studenten Sarp und Yavuz zeigten vor der Kamera, wie man sich für den Reinraum einkleidet. Dann demonstrierten sie die Arbeit an mehreren Anlagen. Ein Star des ForLab Bochums durfte dabei nicht fehlen: das eigens für das Labor angefertigte Cluster-Tool, mit dem mehrere Prozesse unter ununterbrochenen Vakuum-Bedingungen durchgeführt werden können. Im fertigen Video hat es seinen Auftritt, als Yavuz einen Wafer einlegt. Wie winzig die Strukturen sind, die im Reinraum bearbeitet werden, erklärte Sarp am Raster-Elektronen-Mikroskop.

Star im Reinraum: Das Clustertool. Student Yavuz (rechts im Bild) zeigte, wie man einen Wafer einlegt. Foto: Harald Austenfeld
Student Sarp (links im Bild) zeigte mit dem Raster-Elektronen-Mikroskop aufgenommene Bilder. Foto: Harald Austenfeld

Eine besondere Herausforderung beim Dreh: der Gelblicht-Raum. Während das Film-Team in den anderen Räumen Lampen für die perfekte Ausleuchtung nutzte, war das im Gelblicht-Raum natürlich nicht möglich – schließlich wird dort mit lichtempfindlichen Materialien gearbeitet. Die Aufnahmen können sich trotzdem echt sehen lassen.

Der Dreh im Gelblicht-Raum war eine besondere Herausforderung. Foto: Pia Marie Braun

Doktorandin Paulami verbrachte wohl am meisten Zeit vor der Kamera: Sie trug im Gelblicht-Raum Fotolack auf, zeigte die Bedienung eines Messstandes, teilte ihre Erfahrungen und erzählte, wie wichtig Mikrosystemtechnik für die Gesellschaft ist. Juanita, Mitarbeiterin des Startup-Projektes mechIC am Lehrstuhl, sprach über ihr Studium und ihre jetzige Arbeit und erklärte, welche Voraussetzungen sie für Studierende sieht. mechIC-Mitarbeiter Philip hat ebenfalls einen Auftritt im Video.

Doktorandin Paulami zeigte, wie man Foto-Lack auf einen Wafer aufträgt. Foto: Pia Marie Braun

Eine Gruppe Studierender drehte am Nachmittag eine Seminar-Szene. Die Lehrveranstaltung im Film ist zwar gestellt – die Begeisterung für die Elektrotechnik ist aber echt. Vor dieser Kulisse erklärte Professor Martin Hoffmann die Arbeitsgebiete in der Mikrosystemtechnik.

Student Anouar erzählte von der Magie der Elektrotechnik und brachte es am Ende auf den Punkt: “Ich bin glücklich, dass ich das gewählt hab.”

Nicht im Video zu sehen, aber zentral für den erfolgreichen Dreh: die vielen Lehrstuhl-Mitarbeitenden, die sich hinter der Kamera um den Ablauf kümmerten, Anlagen vorbereiteten, teilweise spontan einsprangen und mit ihrem Fachwissen die Aufnahmen betreuten.

Durch das Video können Jugendliche mit Interesse am Technik-Bereich der Mikrosystemtechnik einen Schritt näher kommen. Auf der Plattform BERUFE.TV zeigt die Bundesagentur für Arbeit Videos zu Studiengängen und Ausbildungsberufen. Das fertige Video ist hier zu sehen.

Danke für den spannenden Drehtag und das tolle Video!

Außerhalb des Reinraums ging der Dreh in anderen Labor-Räumen weiter. Doktorandin Paulami demonstrierte die Arbeit an einem Messstand. Foto: Pia Marie Braun

 

Titelbild: Harald Austenfeld