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Technologien für die Digitalisierung: Mikroelektronik aus Deutschland
5. März 2026

Schalter auf ‚Grün‘: Kompetenzatlas zur Mikroelektronik-Forschung an deutschen Hochschulen ist online

Zentraler Meilenstein des Projekts ForLab-NataliE erreicht – Plattform steht ab sofort zur Verfügung

Der Startschuss fiel auf der Fachtagung ‚Mikroelektronik-Forschung in Deutschland: von den Grundlagen zur Anwendung‘, die aktuell vom 4. – 6.3. 2026 an der Ruhr-Universität Bochum sowie im Deutschen Bergbaumuseum Bochum stattfindet. Im Rahmen der Konferenz wurde das offizielle Signal zur Freischaltung des ForLab Kompetenzatlas gegeben – einer Plattform, welche die Hochtechnologie-Infrastrukturen und spezifischen Expertisen im Bereich Mikroelektronikforschung an deutschen Hochschulen sichtbar, durchsuchbar und zugänglich macht.

Mit dem Start des ForLab-Kompetenzatlas wurde ein zentraler Meilenstein im Projekt Forlab-Natalie erreicht. Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Projekt ist der Zusammenschluss von aktuell 23 deutschen Hochschulen, die hochkarätige Forschung im Bereich der Mikroelektronik betreiben. Federführende Sprecherhochschulen sind die TU Dresden (Prof. Thomas Mikolajick), die TU Ilmenau (Prof. Jens Müller) und die Ruhr-Universität Bochum (Prof. Martin Hoffmann).

Der Kompetenzatlas stellt eine innovative, webbasierte Plattform dar, die in Form einer Datenbank und eines interaktiven Netzwerks organisiert ist. Diese verzeichnet die Kompetenzen, Technologien und Akteur:innen der ForLab-Mitgliedshochschulen.

Expertise und hochspezialisierte Infrastrukturen – auf einen Blick

Prof. Jens Müller, Leiter des Projekts und Vizepräsident für Internationale Beziehungen und Transfer an der TU Ilmenau, ordnet ein: „Die Plattform richtet sich an Forschungseinrichtungen und Unternehmen – insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die gezielt nach Fachwissen, Geräte-Infrastruktur, technologischen Lösungen und Kooperationspartnern suchen. Sie stellt damit ein wichtiges Werkzeug für den Transfer in die Industrie dar.“

Stefan Helmerich, an der TU Ilmenau maßgeblich an der Entwicklung der Plattform beteiligt, ergänzt: „Ein besonderer Fokus liegt auf der Sichtbarmachung von hochspezialisierten Infrastrukturen, insbesondere Reinräumen an deutschen Universitäten, die für Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Bereichen wie Mikroelektronik oder Nanotechnologie eine zentrale Rolle spielen. Der Kompetenzatlas erleichtert nicht nur die Suche nach diesen Ressourcen, sondern unterstützt auch eine leichtere Nutzung und eine stärkere Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.“

Mit der Freischaltung der Webseite ist die Entwicklung jedoch nicht abgeschlossen. Über einen Login-Bereich können die Mitglieder ihre jeweiligen Informationen aktuell halten und um Neuerungen ergänzen. Auch sind weitere Inhalte und Features für die Zukunft geplant. Stefan Helmerich gibt einen Ausblick: „Eine wichtige Rolle wird hierbei auch den Nutzer:innen der Plattform zukommen: Deren Feedback aus der Arbeit mit dem Kompetenzatlas soll direkt in die Weiterentwicklung und Implementierung zukünftiger Funktionen einfließen. Auf diese Weise kann die Plattform von allen Nutzergruppen aus Forschung, Wirtschaft und Verwaltung aktiv mitgestaltet werden.“

Die langfristige Betreuung und Vorhaltung des Atlas wird über das Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien der TU Ilmenau in enger Zusammenarbeit mit dem dortigen Universitätsrechenzentrum sichergestellt.

Key Features ForLab Kompetenzatlas

  • Einfacher, zentraler Zugang zu den Kompetenzen des bundesweiten Netzwerks
  • Gemeinsame Datenbank mit detaillierten Informationen zu Geräten, Kompetenzen und Kontaktpersonen der einzelnen ForLab-Partner
  • Breite Nutzerbasis von Einsteiger:innen bis zu Expert:innen
  • Frei zugängliche Website, deren Recherchemöglichkeiten ohne Registrierung nutzbar sind
  • Zahlreiche Möglichkeiten zur Präzisierung der Recherche und Filterung der Ergebnisse
  • Reinraum-Forum als Austauschplattform für Mitglieder des ForLab-Verbunds
  • Eigenständige Verwaltung und Pflege der Inhalte durch autorisierte Nutzer wird ermöglicht

Der ForLab Kompetenzatlas ist über folgende URL erreichbar:
https://forlab-kompetenzatlas.tu-ilmenau.de/

Medienkontakt:

Prof. Dr.-Ing. Jens Müller
TU Ilmenau, Fachgebiet Elektroniktechnologie
Tel.: +49 3677 69-2606
E-Mail: jens.mueller@tu-ilmenau.de

Stefan Helmerich
TU Ilmenau, Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien (ZMN) / ForLab Kompetenzatlas
Tel.: +49 3677 69-3416
E-Mail: stefan-marius.helmerich@tu-ilmenau.de

Matthias Hahndorf
TU Dresden, ForLab Wissenschaftskommunikation
Tel.: +49 351 463-42847
E-Mail: matthias.hahndorf@tu-dresden.de